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KEV - Kreisentsorgungs GmbH Vogtland

Die KEV - Ihr kommunaler Partner

Die KEV ist der kommunale Entsorger im Vogtlandkreis welcher mit dem Auslaufen der Verträge der privaten Entsorger die Aufgaben der Abfallentsorgung im Rahmen der Entsorgungspflicht des Landkreises übernommen hat. Kerngeschäft der Firma ist die Erfüllung abfallwirtschaftlicher Aufgaben, die durch die jeweilige Abfallsatzung vorgegeben sind.

Abfallwirtschaftliche Aufgaben

Diese sind das Einsammeln und der Transport von Restmüll, Sperrmüll, Elektronikschrott, Papier, Grüngut, Großgeräten und die mobile Schadstoffsammlung im gesamten Vogtlandkreis.
Derzeit sind über 70 engagierte Mitarbeiter mit Fahrzeugen und Spezialtechnik für Bürger und Gewerbetreibene im Einsatz.

Reaktion auf Artikel der Freien Presse vom 9.1.17


Erhöhungen von Gebühren werden dann notwendig, wenn mit den Einnahmen die Kosten nicht mehr gedeckt werden können.

Das kann verschiedene Ursachen haben.

Im Fall der Abfallgebühren des Vogtlandkreises war der Grund die in kurzer Zeit enorm gestiegenen Entsorgungspreise der Abfallverbrenner. Dies konnte, wie im Kreistag dargestellt, 2016 noch kompensiert werden. Nach einer weiteren deutlichen Erhöhung für 2017 war dies nicht mehr möglich.

Es mag schon stimmen, dass in diesem Jahr in Sachsen keine Gebühren in anderen Landkreisen erhöht wurden. Dies ist aber nur eine Momentaufnahme. Eine Erhöhung kann schon früher erfolgt sein oder bevorstehen.

Und es gibt andere Gründe. So haben viele Landkreise bzw. Verbände über längere Zeiträume (bis 15 Jahre) Verträge abgeschlossen. Diese haben dann relativ stabile Entsorgungspreise. Sie ändern sich erst deutlich nach Ablauf der Laufzeit. Diese sind oft auf hohem Niveau, so z.B. beim RAVON, der einen Tonnagepreis 2015 von ca. 149 € (brutto, ohne Transport) nennt (siehe SZ-Online.de vom 29.10.2015) Übrigens damals deutlich höher als im Vogtlandkreis jetzt. Gleichzeitig, wie im selben Artikel genannt, hat er jahrelang aus Reserven in Millionenhöhe Ausgleichszahlungen an die Müllverbrennungsanlage in Lauta zahlen müssen, auf Grund von Mindermengen. Nach Aufbrauchen der Reserven haben dies 2014 und 2015 ebenfalls in Millionenhöhe die beteiligten Landkreise aus vorhandenen Steuermitteln bezahlt und nicht die Gebühren erhöht.

Wir haben in den letzten Jahren über kurzfristige Verträge unsere Verwertungskosten des Outputs der MBS-Anlage deutlich niedriger halten können, müssen aber, wenn es in die andere Richtung geht, eben auch das akzeptieren.

An dieser Stelle sollte ebenfalls daran erinnert werden, dass von 1998 bis 2016 die kommunalen Betriebe gegenüber dem Landkreis keine Preiserhöhungen angezeigt haben, im Gegenteil.

Dies ist ein Novum in der heutigen Zeit!

Jede zusätzliche finanzielle Belastung ist sicher unangenehm. Die Höhe von 5 € (brutto) pro Einwohner und Einwohnergleichwert im Jahr nach so langer Zeit auf Grund einer Preisentwicklung, die wir nicht beeinflussen können, ist doch vergleichsweise überschaubar.

Selbstverständlich werden wir, wie dem Landkreis zugesagt, weiterhin nach Alternativen suchen, um zukünftig solche Entwicklungen beherrschbarer zu machen.

Weitere Informationen finden Sie hier:
Euwid 49/2016 [790 KB]
Sächsische Zeitung Online vom 29.10.2015

Annahme von Bau-Polystyrol ab 02.01.2017

Ab dem 02.01.2017 wird auf den kommunalen Wertstoffhöfen wieder Bau-Polystyrol angenommen
Zum 01.10.2016 wurden HBCD-haltiges Polystyrol zum gefährlichen Abfall durch den Gesetzgeber erklärt. Damit hätten diese getrennt angenommen und von den thermischen Verwertungsanlagen verbrannt werden müssen. Da die Verbrenner sich weigerten, kam es deutschlandweit zu einem Annahmestopp.
In der vergangenen Woche wurde ein Kompromiss gefunden, der in einer „Übergangslösung“ für 2017 eine Annahme und Beseitigung wie bisher ermöglicht.
Aus diesem Grund werden die kommunalen Wertstoffhöfe ab dem 02.01.2017 bis auf weiteres wieder Bau-Polystyrol annehmen.